Der einzig kleine und formale Unterschied zu den lizenzierten
Kopien besteht darin, dass unsere Möbel ohne eingestanzte Seriennummer,
Designername und Echtheitszertifikat produziert werden. Damit ist unser
Verkaufpreis jedoch in der Regel aber um 2/3 niedriger.
Barcelona Sessel in einem Museum
Prototyp des Freischwingers
Bei den „authentischen“ Originalen handelt es sich um Prototypen, die man heute in Museen oder Privatsammlungen findet.
Von ihnen wurde eine limitierte Auflage in den 20er und 30er Jahren (Bauhauszeit) produziert. Ihre Preise entsprechen heute einem berühmtem Gemälde.
Wenige dieser Modelle haben etwas mit den Möbeln gemeinsam, die heute produziert und verkauft werden.
Bevor das erste Stück serienreif war und in den Produktionsprozess integriert werden konnte, wurden mehrere Modellversionen hergestellt.
Alter Barcelona Sessel - lackiert
Alter Barcelona Sessel - verchromt
Einige der Prototypen wurden lackiert anstatt verchromt.
Manche wurden von Hand mit groben Stichen zusammengenäht und mit Rosshaar aufgepolstert
Deutscher Pavillon – Innenansicht
Deutscher Pavillon – Außenansicht
Ein besonders gutes Beispiel der oben genannte Entwicklung ist der Barcelona Sessel von Mies van der Rohe.
Entworfen
wurde er ausschließlich als repräsentatives Ausstellungsstück für den deutschen Pavillon der Weltausstellung in Barcelona im Jahr 1929.
Ursprünglich wurde der Sessel nur in zwei Exemplaren hergestellt. Da Mies van der Rohe sich entschieden gegen jede
Serienproduktion seiner Möbel aussprach, wurden die Barcelona Sessel mit großem technischen Aufwand und hohen Kosten als Einzelstücke gefertigt.
Bild aus einem alten Katalog
Bild aus einem alten Katalog
Den einstimmigen Empfang und
die durchweg positiven Reaktionen, die das Design erhielt, haben letztendlich zur Entscheidung geführt den Barcelona Sessel in Serie zu bauen.
Als das Modell für eine Serienproduktion
vorbereitet war, erschienen mehrere Versionen, die sich im Detail vom ursprünglichen Sessel unterscheiden.
Barcelona Sessel - Detail
Barcelona Sessel - Detail
Zunächst wurde der Rahmen im Eckbereich einfach mit zwei rechtwinkligen Stahlstreben
und zwei Schrauben verbunden. Dies war der erste Lösungsansatz den man gefunden hatte und gleichzeitig auch der technologisch einfachste.
Schrittweise versuchte man bei den nachfolgenden Modellen die Rahmenverbindung, die in den Ecken der Rückenlehne ersichtlich war,
zu verbergen. Die Verbindungsstelle wurde aus dem Eckbereich immer mehr in die horizontale Rückenstrebe verlegt.
Barcelona Sessel - Detail
Barcelona Sessel - Detail
Später wurde die Rahmenverbindung ganz von einem Ledergurt verdeckt.
Bis heute orientiert man sich bei der Fertigung der Barcelona Sessel an der dritten Version, die überdies
dem Modell des Erschaffers am nächsten kommt.
Die Rahmenverbindung wird komplett vom Ledergurt der Rückenlehne verdeckt.
Barcelona Sessel – Steeldomus
Barcelona Sessel – Steeldomus
Eindeutig lässt sich feststellen, dass man sich bei Steeldomus beim
Zusammenbau des Sessels für den genau soeben beschriebenen Lösungsweg entschieden hat.
Jeder der versucht unseren Barcelona Sessel zu zerlegen, wird entdecken,
dass der Rahmen mit einer raffinierten Verzahnung verbunden wird, die mit einer gefrästen Sechskantschraube zusammengehalten wird.
Diese noch elegantere Verbindungsart ist wesentlich stabiler als die Verwendung von 2 einfachen Schrauben,
vor allem im Hinblick auf die strukturelle Standfestigkeit. So kann die Spannung des Rahmens besser gehalten werden.
Bei einer schlechten Verarbeitung besteht die Gefahr, dass sich die Schrauben lösen und die Stabilität des Gestells
beeinträchtigt wird. Deshalb wird bei den Sesseln von Steeldomus die
Sechskantschraube darüber hinaus tangential angebracht, so dass sie sich nicht lockern kann und die Spannung und
Dynamik des Rahmens garantiert.